Martin Schepers - Phoenixsee Dortmund - Alte Wohnhäuser aus Hörde stoßen auf neue Architektur am Ufer des Phoenix Sees.
Martin Schepers - Phoenixsee Dortmund - Auswahl von Anwohner Zeichnungen, die während der Ruhr Residenz 2017 am Phoenix See in Dortmund entstanden sind.
Martin Schepers - Phoenixsee Dortmund - Auswahl von Anwohner Zeichnungen, die während der Ruhr Residenz 2017 am Phoenix See in Dortmund entstanden sind.
Martin Schepers - Phoenixsee Dortmund - Geister einer Landschaft, Inkjet Print, Öl, Kohle, Graphit auf Leinwand, 70 x 90 cm, 2018
Martin Schepers - Phoenixsee Dortmund - Geister einer Landschaft, Inkjet Print, Öl, Kohle, Graphit auf Leinwand, 150 x 200 cm, 2018
Martin Schepers - Phoenixsee Dortmund - Geister einer Landschaft, Inkjet Print, Öl, Kohle, Graphit auf Leinwand, 300 x 290 cm, 2018
Martin Schepers - Phoenixsee Dortmund - SCHEPERS270918 004
Martin Schepers - Phoenixsee Dortmund - Installationsansicht Archäologie einer möglichen Zukunft, Meinblau, Berlin , Juni 2018, mit Benedikt Terwiel
Martin Schepers - Phoenixsee Dortmund - Phoenix See, Ruhr Residenz 2017
Martin Schepers - Phoenixsee Dortmund - Phoenix See, Ruhr Residenz 2017
Martin Schepers - Phoenixsee Dortmund - Phoenix See, Ruhr Residenz 2017
Martin Schepers - Phoenixsee Dortmund - Hintergrund
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Phoenixsee Dortmund

Pressetext Goethe Institut Shanghai, November 2018 Geister einer Landschaft Vom Phoenix See in Dortmund nach Zhangjiagang in Shanghai Martin Schepers aktuelles Projekt dreht sich um die Geschichte der Dortmunder „Hermannshütte“. Das Stahlwerk wurde 2003 Stück für Stück demontiert, nach Shanghai verfrachtet und in Zhangjiagang in der Provinz Jiangsu wieder aufgebaut. 2017 verbrachte Martin Schepers mit dem Ruhr Residenz Stipendium ein halbes Jahr in Dortmund, um die Veränderung dieser Region künstlerisch zu untersuchen. Wo sich das Werk einst befand, wurde ein künstlicher See, der Phoenix See, angelegt. Das Seeufer säumen mittlerweile großzügige Einfamilienhäuser und Büroanlagen. Martin Schepers beschäftigt sich seit 2010 in seiner künstlerischen Arbeit mit Prozessen der Veränderung und Überschreibung von Landschaften und Orten. Seine Kunstwerke spiegeln die unterschiedlichen Schichten, die sich im Prozess der städtebaulichen Veränderung ergeben im simultanen Zustand eines Bildes, einer Kollage oder eines Videos. Dabei korrespondieren die verschiedenen zeitlichen Schichten eines Ortes mit den entsprechenden bildnerischen Überschreibungsprozessen in der Malerei. In der ersten Phase seines Projektes untersuchte Martin Schepers die radikale Umwandlung des Dortmunder Stahlwerks in ein aufgewertetes Wohngebiet. Welche gesellschaftlichen Vorstellungen entstehen durch die Veränderungen? Wie verwandeln sich die umliegenden Orte? In einer abschließenden Ausstellung im Kunstmuseum Bochum zeigte er verschiedene Fotos, Videos und Malereien, die in der Auseinandersetzung mit zu diesem Thema entstanden sind. In die Präsentation integrierte er Zeichnung der neuen und alten Anwohner des ehemaligen Stahlhüttenstandortes. Der Prozess der Veränderung wurde von den Anwohnern tatsächlich sehr unterschiedlich wahrgenommen. Vor allem der Konflikt zwischen den Reichen, die von dem Wandel profitierten, indem sie eine idyllische Wohngegend beziehen konnten, und den Anwohnern, die die Veränderungen in eine prekäre wirtschaftliche Lage brachten, da sie ihre Arbeit verloren, zeichnete sich ab. Mit dem Umzug des Stahlwerkes steht ein Teil der Vergangenheit Dortmunds heute in China. Projekt in Shanghai Wofür steht die „Hermannshütte“ nun in China, welchen Symbolcharakter hat sie? Was denken die dortigen Anwohner über das Stahlwerk? Wie empfinden sie diese Veränderung ihres Lebensortes? Wie sieht die Veränderung dort aus? Ähnlich wie in Deutschland möchte Martin Schepers auch hier in China mit den Menschen in Kontakt kommen, die von der Veränderung der Landschaft betroffen sind, und mit ihnen in einen künstlerischen Dialog treten. In Zhangjiagang wird er den Ort erkunden, wo sich das Stahlwerk mittlerweile befindet, und die ansässigen Menschen nach ihren Zukunftsvorstellungen und Hoffnungen zu dem Werk fragen. Auf diese Weise finden die zwei Teile des Projekts zusammen, es vervollständigt sich. Anschließend wird Martin Schepers in der Abteilung Kultur und Bildung des Deutschen Generalkonsulats Shanghai seine Ergebnisse in Form eines Vortrags vorstellen. Er wird über sein Schaffen als Künstler, seine Projektidee und die Umsetzung seiner künstlerischen Arbeit berichten. Die Vergangenheit und die Gegenwart des Stahlwerkes werden ebenfalls Thema des Vortrags sein. Zudem wird er einen Ausblick auf die Zukunft geben und Fragen der Stadtplanung und Stadterneuerung in Deutschland und China beleuchten.